Archive for January, 2007
Restaurant Birseckerhof
Donnerstag, 25. Januar 2007
Restaurant Birseckerhof

Ein verspätetes Weihnachtsessen hat dazu geführt, dass der übliche Zweiwochen- rhythmus unserer Gourmet Experiences empfindlich gestört wurde. Nun geht es aber wieder auf Erkundungsreise, auch wenn dies vor einer Woche zu erheblich angenehmeren klimatischen Bedingungen möglich gewesen wäre: Temperatur 20.00 Uhr vor einer Woche war 16°C, heute um die gleiche Zeit sind es unangenehme -2°C und Schnee liegt auf den Strassen Basels! Dass die Stadtreinigung einen Sparkurs eingelegt hat und nicht gleich alle Gehsteige von Schnee und Eis befreien kann, bekommt ein unglücklicher Passant an der Heuwaage sehr direkt zu spüren, den es direkt vor unserer Nase schnezzelt. Wir lassen uns nicht ablenken und setzen unseren Weg zum Birseckerhof ungerührt fort.

Der Birseckerhof ist zwar wirklich keine Neuentdeckung, gehört aber dennoch in den Reigen unserer Gourmet Experiences aufgenommen, denn er ist ein sicherer Wert in unsicheren Zeiten. Eigentlich wollten wir zum Auftakt mit einem Apéritif in der kleinen Bar nebenan anstossen. Diese war allerdings geschlossen und hat offenbar nicht wie angeschrieben von Montag bis Samstag geöffnet, sondern nur noch Freitag und Samstag! Dort soll übrigens auch das sagenumwobene Artstübli regelmässig stattfinden. Wie auch immer, wir dislozieren somit direkt in den Birseckerhof. Die Einrichtung ist schlicht, aber stilsicher, im hinteren Teil vielleicht etwas zu hell.* Zu essen gibt es leichte, kreative Küche meist italienischer Provenienz. Unter den Gästen befindet sich jedes Alter.
falafel lässt sich zur Vorspeise einen grünen Salat kommen, der in seiner extravaganten Aufmachung eine sehr gute Figur macht. Er sieht aus wie ein ganzer, runder Kopfsalat mit einer Füllung in der Mitte. Zur Hauptspeise gibt es ein Rindshohrückensteak mit Bratkartoffeln und schön hergerichtetem Gemüse. Ein Bierchen muss auch her und abschliessend zwei Espressi.
doener bringt sich mit einer warmen Linsensuppe mit Speck in Form; die ist sehr fein und genau das richtige bei der Kälte. Danach gibt es Fettuchine mit Tintenfischen und Crevetten. Sie schmecken gut, haben vielleicht etwas zu viel Salz abbekommen. Dazu gibts auch ein Bier und ebenfalls zwei Espressi.
Die Bedienung ist zwar sehr nett, aber ziemlich fahrig. Die Biere kommen erst nach geraumer Zeit, nachdem man nochmals auf den Durst aufmerksam macht – dabei wird dann der Kollege angeschwärzt, der die Biere hätte bringen sollen – und auch der Behälter mir dem geriebenen Käse wird ungeprüft (!!!) auf den Tisch gestellt – und ist leer.
Gekostet hat der Abend insgesamt rund CHF 100.00.
Benotung in Görpsli-Punkten
Ambiente
Essen/Genuss
Bedienung
Preis
Anzahl Görpsli total
Anmerkungen
* Die Beleuchtung ist in meinen Augen (falafel) ausreichend für Operationszwecke, also sehr sehr hell. Das war im Birseckerhof allerdings schon immer so…
1 Jahr Gourmet Experience: Restaurant Adagio
Donnerstag, 4. Januar 2007
Restaurant Adagio

Im neuen Jahr und um viele viele gastronomische Erfahrungen reicher nehmen wir uns das Adagio an der Webergasse in der Kleinbasler Puffszene vor. Da wir normalerweise nicht in dieser Gegend zwischen Claraplatz und Kaserne rumlungern, müssen wir einen augenzwinkernden (haha!) Taxichauffeur um Rat bitten, der uns den Weg zum Ziel weist.
Den Eingang finden wir etwas verdeckt von Freiern und Prostituierten und kommen durch die vorne liegende Bar in den hinteren Teil, der im wesentlichen aus einem hübsch hergerichteten, gangähnlichen Speisesaal (Speisegang?) besteht und setzen uns an einen freien Tisch.
Im Verlauf des Abends steigt der Geräuschpegel in der angrenzenden Bar deutlich, die Musik (undefinierbarer technoider Wum-Wum) wird immer lauter und ebenso das Gegröle irgendwelcher besoffener Männlein und Weiblein. Puffszene halt.
Dennoch, die asiatische Bedienung ist ausgesprochen nett und das Ambiente durchaus geschmackvoll.
falafel bestellt zur Vorspeise eine Tomatencrème-Suppe, als Hauptspeise Rumpsteak Café de Paris (Medium gebraten) mit Reis und einem klein wenig Gemüse, dazu Bier. Keinen Espresso.
doener ordert eine hochprozentige Sherry-Bouillon zur Vorspeise (O-Ton doener: “Da wird man ja besoffen!”), Crevetten-Tagliatelle als Hauptspeise und ebenfalls Bier als Getränk. Keinen Espresso.
Wie hats geschmeckt? falafels Rumsteak war etwas trocken und wurde durch die Reisbeilage auch nicht feuchter. Sonst aber exquisit. Die Tomatencrème-Suppe war Durchschnitt. doeners Tagliatelle mit Riesencrevetten (Al Adagio) hätten, obwohl nach Thai-Art gekocht, etwas würziger sein dürfen, schmeckten aber doch ganz lecker. Die Bouillon zur Vorspeise war anständig mit Sherry versehen, sonst aber gut.
Der ganze Abend kam uns zusammen auf CHF 84.00 zu stehen.
Benotung in Görpsli-Punkten
Ambiente
Essen/Genuss
Bedienung
Preis
Anzahl Görpsli total
Eignung für Digital Bohemians: Jein.
Adresse: Webergasse 28, 4058 Basel
Falafel & Doener
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