Restaurant Neues Rialto
Samstag, 18. August 2007
Restaurant Neues Rialto

Das Neue Rialto befindet sich an gleicher Lage wie das alte Rialto, nämlich im selben Bau aus den 1930er Jahren wie das gleichnamige Hallenbad. Und es wird von denselben Leuten betrieben, die auch das Parterre bei der Kaserne auf Kurs halten. Dies lässt sich übrigens auch am ähnlich gestalteten Logo erkennen. Über die Neueröffnung des alten Rialto als Neues Rialto wurde in den letzten Wochen viel in Presse und Radio berichtet, besitzt es doch ein ganz und gar aussergewöhnliches Konzept, das wäre: In Zusammenarbeit mit okay art aus dem Gundeldingerquartier wird die Einrichtung des ganzen Innenbereichs mit Designklassikern des letzten Jahrhunderts gestaltet. Man sitzt also zum Beispiel auf Stühlen von Verner Panton, Poul Volther oder auch Arne Jacobsen. Diniert wird an Tischen von Eero Sarinnen, Carpenter from Berlin u.v.m. Das Tolle an der Sache, eine gut gefüllte Brieftasche natürlich vorausgesetzt, ist: An allen Designteilen hängen Preisschilder, welche zu erkennen geben, was denn hingeblättert werden müsste, wollte man das jeweilige Objekt gleich mit nachhause nehmen.

Das Neue Rialto präsentiert sich mit herziger Terrasse — meiner (doener) Meinung nach sicher nicht, wie im Flyer beschrieben, die schönste von ganz Basel. Man sitzt auf Höhe der Baumkronen mit Sicht auf die Birsig gleich gegenüber der Kuppel und etwas unterhalb der Viaduktstrasse. Von Zeit zu Zeit fällt einer der Skater auf der Rampe unter dem Viadukt auf die Fresse, was ein lustiges Geräusch abgibt; leider verdecken einem die Bäume jedoch die Sicht auf das Spektakel. Dennoch eine ganz angenehme Stimmung, welche lediglich dadurch getrübt wird, dass in der doch nicht gerade kleinen Location nur drei (3) einsame Tische besetzt sind! Das tapfere Personal ist aber sehr freundlich und professionell, man kann mit ihm aufgrund der spärlichen Besucherzahl sogar etwas Mitleid haben.
Für doener gibt es zur Vorspeise rohen Lachs an Limettensauce und interessanten Gewürzen. Der Lachs ist etwas dick geschnitten, doch sonst ganz lecker. Die Hauptspeise macht durch ihren Namen auf sich aufmerksam, der doener erst Mal überhaupt nichts sagt: Offene Ravioli an Gemüse oder so. Also werden diese bestellt und verspiesen. Dabei schmecken die Ravioli ganz gut, doch die Rezeptidee und der Name sind doch eher doof. Offene Ravioli gehen nämlich so: Die Gemüse«füllung» liegt auf dem Tellerboden und der Ravioliteig wird lasagnemässig in Platten drübergelegt. Der Unterschied zur Lasagne besteht demnach darin, dass die Teigwaren sich nicht mit Füllung abwechseln und dass die offenen Ravioli nicht im Ofen zubereitet sind.
falafel hat nicht so grossen Hunger, weswegen er ausnahmsweise auf die Vorspeise verzichtet. Zum Hauptgang bestellt er sich dann aber ein sehr schönes grilliertes Rindsfilet mit Kartoffeln. Das Filet kommt mit einer Dekoration daher, die an eine aufgestellte Omelette erinnert. Was war es denn nun eigentlich?
Gegen den Durst werden Cokes (Ja, Cokes!) und ein Bier (doener) getrunken. Natürlich dürfen auch die obligaten Espressi nicht fehlen…
Der ganze Abend lief unter dem Motto «Plastik-Œuf» und hat uns CHF 120.00 an Kosten und wirklich viele herzhafte Lacher verursacht. Das liegt somit im gänzlich normalen Preisbereich und ist in Anbetracht des Gebotenen auch absolut ange- messen. (Wir bekamen die Rechnung übrigens mit dem Aufdruck «Nummer 2» ;-))
Benotung in Görpsli-Punkten
Ambiente
Essen/Genuss
Bedienung
Preis
Anzahl Görpsli total
Anmerkungen
Los, hin gehen, damit die Rechnungsnummern irgendwann noch zweistellig werden!
Adresse: Birsigstrasse 45, 4054 Basel
Weblinks
http://www.dasneuerialto.ch
Falafel & Doener
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