Restaurant Noohn revisited
Freitag, 23. Mai 2008
Restaurant Noohn
Weiter geht es mit der Validierung bereits besuchter Locations: Vor etwas mehr als einem Jahr konnten wir dem Noohn nur beste Noten geben. Und soviel gleich vorweg: Das Noohn kann immer noch bedingungslos empfohlen werden.
Die Gourmet Experience beginnt damit, dass wir uns abermals auf eine vielversprechende Location einigen müssen. Obwohl noch längst nicht alle Gastrotempel der Stadt erkundet sind, steht ausser Zweifel, dass die kürzlich begonnene Validierungsreihe weitergeführt werden soll und muss – dies auch aus Verpflichtung gegenüber unseren zahlreichen Lesern und Leserinnen. Während es doener eher Richtung Hafen Kleinhüningen zieht, um an diesem prickelnden Abend unter Platanen im Restaurant Platanenhof zu speisen, ist es falafel mehr nach Hochfliegendem zumute. Also gehen wir ein zweites Mal ins Restaurant Noohn an der berühmten Henric Petri-Strasse.
Das Noohn muss an dieser Stelle nicht mehr näher beschrieben werden, da sich seit unserem letzte Besuch am makellosen Design des Interieurs wenig bis nichts verändert hat und der geneigte Leser unseres Blogs bereits darüber informiert ist (für alle anderen: hier lesen). Dennoch: Zu erwähnen gilt es die Terrasse im 5. Stock. Mit dem Aufzug gegenüber den Toiletten gelangt man aufs Dach des Gebäudes. Dort hats eine hübsche Freiluftbar mit wunderbarem Blick auf die Dächer Basels und viele genauso hübsche Girls mit Paris Hilton-Brillen auf trendigen, dunklen Liegesofas.
Etwas später und wieder unten im Restaurant gönnt sich falafel einen Tomatensaft zum Apéritif (aus unerfindlichen Gründen fehlt jedoch die Worcestershire-Sauce!), während doner einen weissen Martini zu sich nimmt. Anschliessend bestellt falafel Teriyaki-Spiesschen vom Grill (CHF 11.00) zur Vorspeise und Ente mit Ananas und Cashew Nuts zur Hauptspeise (CHF 30.00). doener macht einen auf Fischkenner und bestellt sich ein extrem leckeres Tempura vom Zander mit süss-saurem Rettich zur Vorspeise. Dieses ist mit schönen Blüten garniert, welche erst noch unverschämt gut schmecken (es waren Veilchen). Als Höhepunkt wird ihm dann Tuna mit Ananas-Mango Chutney kredenzt. Wirklich fein. Zum Dessert für falafel eine dreifaltige Mousse-Variation (CHF 11.00) und für doener eine Chili und Zitronengras Crème brulée (CHF 12.00). Bierchen und Espressi wie immer.
Die Rechnung beträgt zwar stattliche CHF 190.00, doch wir haben vorzüglich gespiesen und drücken hier ein Auge zu. Das Noohn-Team ist sehr freundlich und professionell* wie schon beim letzten Besuch. Kompliment und weiter so!
Benotung in Görpsli-Punkten
Ambiente
Essen/Genuss
Bedienung *
Preis
Anzahl Görpsli total
Anmerkungen
* Wie schon beim letzten Besuch wurde auch dieses Mal was falsch serviert (doeners Vorspeise), jedoch in bekannter Noohn-Manier professionell und schnell in Ordnung gebracht.
Weblinks
http://www.noohn.ch
Adresse: Henric Petri-Strasse 12, 4051 Basel, Downtown Switzerland
Falafel & Doener
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Gestern Abend war ich mit einem Geschäftspartner in Noohn (Henric Petri-Strasse, 12 Basel).
Nachdem wir über das absolute Fadsein unsereres Cocktails beschwert haben, hat uns ein Kellner beteuert, sie sollen nicht mehr als 14 ml Alkohl einschenken. Dabei war der Alkohlinhalt nur ein Teil der Unzufriedenheit, denn beide Cocktails waren geschmacklos.
Infolge meiner Anforderung, mit dem Chef zu sprechen, erschien nicht vor 15 Minuten der französische Service Leiter. Sein Auftreten war absolut unprofessionell und extrem unfreudlich: Er wollte uns zuerst über die Schweizer Legislation bzgl. Alkohls belehren, und, als er keine Argumente mehr hatte, ist er mit zwei Flaschen Alkohl auf uns zugekommen und unsere Cocktails damit einfach gegossen. Und alles vor den Augen der ganzen Kundschaft.
Ich habe nichts mehr gesagt, denn ich toleriere Frechheit und Unfreundlichkeit nicht, vor allem gegenüber zweien Kunden, die bereits bezahlt haben und mit dem Service unzufrieden sind. Meine Gesprächsbereitschaft war somit zu Ende.
Nach einer weiteren Viertelstunde ist die Managerin erschienen und sich für das Missgeschick entschuldigt. Sie wollte uns bewegen, ein andermal auf ein Free-Drink einzutreffen, aber doch der Abend war bereits versalzt und genauso unsere Bereitschaft irgendwelche Mittelwege zu finden. Wir haben die nicht mehr trinkbaren Cocktails auf dem Tisch lassen das Lokal verlassen.
Das Richige wäre gewesen, sich 100 Male für die unverschämte Unfreundlichkeit Ihres Personals zu entschuldigen und uns entweder das Geld ganz zurückzuerstatten oder eine Alternative für sofort (und sicherlich nicht für ein andermal) zu offerieren. Das hätte nur 30 Franken gekostet und es wäre dem Ruf des Lokals nur zugute gekommen.
Für eine Geldrückerstattung ist es zu spät. Dies wäre sowieso nichts gegenüber der Schähmung und Erniedriegung, die ich und mein Geschäftspartner vor der ganzen Kundschaft erfahren mussten. Aber eine schriftliche Stellungnahme von Noohn Management wäre angebracht.
Basel, 08.08.2008