Restaurant Parterre
Freitag, 13. März 2009
Restaurant Parterre

An diesem Freitag entschliessen wir uns, das Restaurant Parterre an der Klybeckstrasse gleich neben der Kaserne genauer unter die Lupe zu nehmen. Schon beim Eintreten fällt uns auf: Die Bude ist ziemlich gut besucht. Im vorderen Teil lässt sich im geschmackvollen Ambiente (s. Bild) vorzüglich speisen. Doch doener und falafel zieht es in den hinteren Raum. Hinterräume haben es so in sich, wie man bekanntlich weiss. Dort ist es dunkel, noch überfüllter als im vorderen Teil und irgendwie schmuddelig. Die Bedienung streckt uns wortlos und halb abgewandt unvermittelt die Speisekarte unter die Nase. Dann werden auch noch die Essensreste unserer Vorgänger abgeräumt und der erfolgreichen Gourmet Experience steht nun nichts mehr im Wege …

falafel bestellt sich eine Portion Bündner Capuns mit Pilzragout als Beilage (CHF 26.00). doener ordert gebratene Lammracks mit Rosmarin-Honigkruste an Bratenjus mit Walnussspätzli und Ratatouille aus Wintergemüse (CHF 34.00). Dazu wird Bier getrunken. Die drei Capuns auf falafels Teller schmecken ausgezeichnet. doeners Lammracks munden ebenfalls, doch hat er schon besseres Lamm gegessen. Der Preis bewegt sich im vernünftigen Rahmen und wir können eine insgesamt knapp positive Bilanz ziehen. Einzig die Bedienung fällt etwas ab. Es ergeht somit folgende Bewertung:
Benotung in Görpsli-Punkten
Ambiente
Essen/Genuss
Bedienung
Preis
Anzahl Görpsli total
Falafel & Doener
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Bedingt durch einen Regenguss entschied ich mich, im Parterre Unterschlupf zu finden. ich setzte mich in den Innenraum. Es war nur noch ein Gast anwesend, den man kannte und der sofort bedient wurde. Ich wartete (Zeitung lesend) ca. 15 Minuten: ich wurde nicht angesprochen. Dann fragte ich einen jungen Kellner, ob er mich bedienen könnte. Er sagte, dass es erst ab 18.00 Uhr Essen gäbe. Ich meinte, dass ich mit dem Essen warten könnte, aber jetzt etwas trinken möchte.
Die Essensbestellung ging ebenfalls schleppend vor sich. Ich bestellte nur eine Vorspeise (CHF 17.00), denn ich wollte nicht viel essen. Der Kommentar des mürrischen Kellners: ist das alles! Ich antworte: mir genügt dies!Der Lachs-Seeteufel-Carpaccio-Teller war sehr gut, aber der Teller war sehr dünn mit Carpaccio ausgelegt!! Ich wollte zahlen: ja, sagte der Kellner, aber er deckte munter die Tische weiter auf. Nachdem ich mich eine Weile fragend umsah, kam der Chef. Ich sagte wieder: ich möchte zahlen. Er läuft weg und es passiert wieder nichts! Dann sprach ich sehr dezidiert den jungen Kellner an: ich würde jetzt wirklich gerne zahlen. Dann durfte ich zahlen! Beim Verlassen des Lokals teilte ich dem Chef mit, was dies für eine missliche und unfreundliche Abfertigung wäre und dass ich hier das 1. und letzte Mal gewesen wäre! Eine Ausrede war: wir mussten wegen des unsicheren Wetters auf- und abdecken……aber keine Entschuldigung! Ich bin schockiert über diese Qualität des Wirtens.